Bibeltage 03/2010 (Die Botschaft des 1. Petrusbriefes) Referat II Teil 1

13.03.10, 15:52:10 by BEGH

Dr. Wolfgang Nestvogel

"Unwiderstehlich" - Hoffnung zieht Kreise ...
1. Wachset im Glauben ... (2,1-10)

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  1. N.Abel sagt:

    "Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum..." (2,9a). Schon einmal hat GOTT zu Israel gesagt (Dt 7,6): "Denn ein heiliges Volk bist du Jehova, deinem GOTT: Dich hat Jehova, dein GOTT, erwählt, IHM zum Eigentumsvolk zu sein aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind". Aber später hat der Messias JESUS Entscheidenes geklärt (Joh 8,39b): "Wenn ihr Abrahams Kinder wäret, so würdet ihr die Werke Abrahams tun". ER hat SEinem jüdischen Volk nicht die Blutsverwandschaft abgesprochen, sondern zwischen dem messianischen Juden und ihren Volksgenossen unterschieden (Joh 8,42a+44).

    In 1.Petr 2,9a spricht GOTT nur zum gläubigen Überrest Israels: "Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum...". Das griech. Wort für »Priestertum« kommt nur in Kp 2,5+9 vor. Wenn nicht berücksichtigt wird, daß der Brief an Juden gerichtet ist, könnte man nur denken, daß GOTT in Dt 7,6 SEin Wort widerrufen hat und nun Gegensätzliches behauptet.

    Petrus weist schon am Anfang des Briefes darauf hin, daß die Emfänger messian. Juden in der Diaspora (1,1) sind. Das griech. Wort ist schon geläufiger als "Zerstreuung", mit dem der Jude das Ausland beschreibt. Aus dem anfänglichem Frieden (Apg 2,47a) ist eine Zeit der Verfolgung (Joh 20,19; Apg 7,54ff) geworden. Petrus blieb eine Zeit noch in Jerusalem und schreibt den jüdischen Gläubigen in der Diaspora.

    Er richtet ihren Blick auf den Messias JESUS und den hohen Wert SEiner Errettung. Die jüdischen Gläubigen sind zum Messias JESUS gekommen - dem lebendigen Stein (Ps 118,22; Apg 4,11). Die messian. Juden werden hier als "lebendige Steine" bezeichnet (2,5a). Seit der Stiftshütte in der Wüste war die Aufgabe der Priester Opfer zu bringen. Das vollkommene Opfer brachte GOTT Selbst durch SEiner Menschwerdung und Hingabe in JESUS auf Golgatha.

  2. N.Abel sagt:

    In 1.Petr 2,10 zitiert Petrus den Prophet Hosea, zu dem GOTT spach: "Gehe hin, nimm dir ein Huren und Hurenkinder; denn das Land treibt beständig Hurerei" (Hos 1,2). Das Herz GOTTes ist zerbrochen, weil Israel, SEine Braut Hurerei begeht. Diesen Zerbruch erlebt Hosea am egenen Leib. Wer will mit dem Propheten GOTTes tauschen? Hier spricht GOTT das Thema »Scheidung« durch Hosea an (Mt 19,9a): "Wer sich von seinem Weib scheidet, es sei denn um der Hurerei willen...".

    Zur Zeit JESUS ging es um den Scheidebrief und auch Israel als Braut GOTTes bekam einen Scheidebrief (Jer 3,8): "...daß ICH die abtrünnige Israel, weil sie die Ehe gebrochen, entlassen und ihr einen Scheidebrief gegeben hatte...". Weil die Trennung mit allen Konsequenzen war, mußte Hosea den Hurenkinder dann die Namen »Kein Erbarmen« und »Nicht MEin Volk« geben.

    Doch mit dieser Tragödie endet der Prophet Hosea nicht, er darf Israel auch GOTTes Versöhnung in der Zukunft ankündigen. Zu diesem Thema paßt 1.Kor 7,11: "wenn sie aber auch geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet, oder versöhne sich mit dem Mann". Auch DAS lebt GOTT uns vor in der Beziehung SEiner Braut Israel und sagt (Hos 2,25):
    "ICH will mich der Lo-Ruchama erbarmen. Und ICH will zu Lo-Ami sagen:
    Du bist MEin Volk; und es wird sagen: Mein GOTT" (Jes 54,5; 62,4+5;
    Hos 2,21; 14,5; Offb 19,7).

    Die messianischen Juden, denen Petrus diesen Brief schreibt, sind eine Garantie dafür, daß GOTT mit Israel in den letzten Tagen einen neuen Bund schließen wird (Apg 2,17).

  3. Angela Cordes-Dunekacke sagt:

    Dem Herrn sei Dank - Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist ER treu und gerecht, dass ER uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. 1. Joh. 1, 9
    O, wenn ich IHN nicht hätte, ich müsste verzweifeln - Danke, Jesus, Du starbst auch für mich.

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